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Geht am Heiligen Abend der erste Stern auf, beginnt das Festessen. Auf der Tafel wird ein Gedeck mehr aufgestellt, das ist für unerwarteten Besuch und gilt gleichzeitig als besonders gastfreundlich. Bei einem weiteren Weihnachtsbrauch in Polen wird auf jedem Teller eine Oblate gelegt. Nun vor Beginn des Essens geht jeder mit seiner Oblate zu den einzelnen Familienmitgliedern, bricht ein Stück von seiner Oblate ab und bricht vom gegenüber ein Stück von dessen Oblate, hierbei wünscht man sich gegenseitig alles Gute fürs nächste Jahr. Dann beginnt das Festessen, welches traditionell den 12 Aposteln aus 12 verschiedenen Gerichten besteht. Alle Gerichte sind fleischlos, da die Fastenzeit erst um 24.00 Uhr endet, so gibt es auch noch keinen Alkohol. Die Gerichte bestehen zum Beispiel aus Karpfen in Biersoße, Borschtsch, Piroggen. Bratfisch und Gemüsesalate. Unter dem Tisch liegt ein kleines Bund Stroh, jeder zieht einen Strohhalm und derjenige welcher den längsten Strohhalm gezogen hat soll am längsten leben. Es soll aber an die Geburt Christi auf Stroh erinnern. Nach dem Essen beginnt die Bescherung, hier bringt der Sternenmann begleitet von dem Sternenjungen. Der Sternenmann überprüft, ob die Kinder artig waren und verteilt dann die Geschenke. Es werden zusammen weihnachtliche Lieder gesungen. Dann geht es zur Mitternachtsmesse “ Pasterka “, was Hirtenwache bedeutet. Am ersten Weihnachtstag bleibt man zu Hause in der Familie. Am 26. Dezember, dem Stefanstag werden Verwandte besucht und es wird noch einmal reichlich aufgetischt.
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